[Buchvorstellung] „Auf immer gejagt“ von Erin Summerill

 

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„Die Pläne haben sich geändert“, sagte ich fest. Ich raffte mein Brautkleid zusammen, damit ich den Fuß in den Steigbügel schieben konnte.
(“Auf immer gejagt” v. Erin Summerill)

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[Buchvorstellung²] „Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen“ von Sarah J. Maas

Willkommen, ihr Lieben!

Heute gibt es mal ein kleines Vorwort, ehe wir zur eigentlichen Buchvorstellung kommen. Denn diese Buchvorstellung ist etwas ganz besonderes, denn dieses Mal stelle ich das betreffende Buch nicht allein vor, sondern im Rahmen der Bloggeraktion des dtv-Verlags gemeinsam mit der wundervollen Jessie von Miss Paperback. Um dies umzusetzen, haben wir die Rezension in Unterkategorien aufgeteilt und jede von uns hat ihre Meinung zum jeweiligen Thema aufgeschrieben.

Wir bedanken und ganz herzlich beim Verlag für diese grandiose Aktion und wünschen euch ganz viel Spaß beim Lesen dieser Rezension/ Buchvorstellung und noch mehr Freude beim Lesen des Buches.

Bianca & Jessie

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  • Titel: “Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen”
  • Autorinnen: Sarah J. Maas (Über die Autorin)
  • Genre: Märchenadaption, Fantasy, Romance
  • Seitenstärke: 478 Seiten
  • Preis: 18,95 € [D] -> Kaufen
  • Verlag: dtv-Verlag

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Ich packte meinen Bogen fester und spannte die Sehne. Ich war eine recht gute Schützin, aber einem Wolf hatte ich noch nie gegenübergestanden. Zum Glück, wie ich bisher immer gedacht hatte. Doch jetzt … jetzt hatte ich keine Ahnung, wohin ich schießen musste oder wie schnell ein Wolf reagierte.
(“Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen”)

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[Buchvorstellung] „Diabolic – Vom Zorn geküsst“von S. J. Kincaid

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  • Titel: “Diablic – Vom Zorn geküsst”
  • Autorinnen: S. J. Kincaid (Über die Autorinnen)
  • Genre: ScyFi/ Fantasy, Romance
  • Seitenstärke: 488 Seiten
  • Preis: 18,99 € [D] -> Kaufen
  • Verlag: Arena-Verlag

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Seid Kurzem wusste ich, was Schwäche war, und wenn ich die Wahl hatte, entweder meine Stärke zu verbergen oder währe Schwäche auszuhalten, stand meine Entscheidung fest. Das Versteckspiel begann.
(“Diabolic – Vom Zorn geküsst”)

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[Buchvorstellung]“Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken“ von Sabaa Tahir

 

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  • Titel: “Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken”
  • Originaltitel: „An Ember in the Ashes“
  • Autorinnen: Sabaa Tahir (Über die Autorin)
  • Genre: Fantasy
  • Seitenstärke: 507 Seiten
  • Preis: 16,99 € [D] -> Kaufen
  • Verlag: One Verlag
  • Reihe: Band 1 von 4
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ab 11.11.16

 

 

trennlinezitatneuIch sage erst mal gar nichts, obwohl ich merke, wie die Neugier in mir hochsteigt. Das ist das Letzte, was ich erwartet hätte. „Wen soll ich denn ausspionieren?“ „Die Kommandantin der Militärakademie von Schwarzkliff“
(“Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken”, Seite 89)

klappentextneu

Wie überlebt man in einer Welt, in der Männer mit silbernen Masken jeden Tag den Tod bringen können? Wie kann man sich selbst treu bleiben, wenn die Herrschenden des Imperiums alles dafür tun, voller Grausamkeit ein ganzes Volk zu unterjochen? Elias und Laia stehen auf unterschiedlichen Seiten. Und doch sind ihre Wege schicksalhaft miteinander verknüpft.
Während Elias in der berühmten Militärakademie von Schwarzkliff dazu ausgebildet wird, als Elite-Krieger die silberne Maske der Macht voller Stolz und ohne Erbarmen zu tragen, muss Laia täglich die Willkür der Herrschenden fürchten. Als ihre Familie ermordet wird und ihrem Bruder die Hinrichtung droht, schließt sie sich dem Widerstand an. Als Sklavin getarnt, dringt sie in das Innerste von Schwarzkliff vor. Dort trifft sie auf Elias, den jungen Krieger, der eigentlich ihr Feind sein müsste …
Eine mitreißende Geschichte, in der es buchstäblich um Leben und Tod geht
(Quelle: One Verlag)

meinungneu

Dieses Buch war bis jetzt mein Sommer-Highlight und hat mich, ehrlich gesagt, wirklich überrascht. Ich weiß nicht genau, was ich erwartet habe, aber gewiss kein so mit- und herzzerreißendes Abenteuer voller Ränkeschmiederei und Verrat, mit verworrenen Prophezeiungen und unheimlichen und geheimnisvollen Wesen.

Die Geschichte hat ihrem Platz in einer an das römische Reich erinnernden Welt, in der das Imperium die Macht über das Volk hat und das Militär diese Macht mit aller Härte bestraft, Andersdenkende (z.B. die Mitglieder des Widerstandes) werden gejagt und ermordet. Mitten in dieser klar getrennten Welt leben Elias und Laia, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während Elias an der Militärakademie sein letztes Ausbildungsjahr absolviert und darauf trainiert wird, rücksichtslos und grausam seine Stärke und damit die Stärke des Imperiums zu beweisen lebt Laia verborgen im gewöhnlichen Volk bei ihren Großeltern und hütet ein gefährliches Familiengeheimnis.

Doch dann werden Laias Großeltern ermordet und ihr älterer Bruder Darin wird von den sogenannten Masken, den Elitesoldaten des Imperiums gefangen genommen. Um ihn zu retten knüpft Laia längst gekappte Bande wieder zusammen und schließt sich dem Widerstand an. Dieser erklärt sich bereit, ihren Bruder aus den Fängen des Imperiums zu befreien. Unter einer Bedingung: Laia soll eine höchst gefährliche Mission erfüllen. Dafür wird sie ins Herz der Militärakademie Schwarzkliff eingeschleust, dort werden die gefährlichsten Soldaten des Imperiums ausgebildet. Sie soll der Kommandantin, einer grausamen Frau, als Sklavin dienen und so an Informationen für den Widerstand gelangen.

Währenddessen plant Elias, der fast sein ganzes Leben in Schwarzkliff verbrachte und dort der vielversprechendste Absolvent ist, seine Flucht. Er ist die Grausamkeiten leid und versucht dem Leben als herzloser, mordender Elitekämpfer, als sogenannte Maske, zu entkommen. Doch eine mysteriöse Prophezeiung hält ihn zurück, denn die Auguren (unsterbliche Wesen mit der Gabe der Voraussicht) haben andere Pläne für ihn.
Mitten in den Kämpfen um die höchste Machtposition im Imperium treffen Elias und Laia aufeinander und müssen sich den Gefahren des übermächtigen Gegners stellen. Und die müssen sich entscheiden, ob sie einander vertrauen können. Und ob ihre Freunde und Verbündeten wirklich vertrauenswürdig sind …

Sabaa Tahirs Schreibstil ist ausgefeilt und elegant, gleichzeitig aber auch sehr flüssig und ausgesprochen angenehm zu lesen. Die Geschichte wird abwechselnd aus Laias und Elias´ Perspektive erzählt, sodass man als Leser einen Einblick in die völlig verschiedenen Leben und die Motive ihres Handelns der beiden Protagonisten erhält.

Der Auftakt der Reihe um Elias und Laia ist einfach grandios! Obwohl ich zugeben muss, dass mich die ersten fünf Seiten nicht sofort gezogen haben, war ich irgendwann einfach gefangen von der Geschichte. Laia ist eine grandiose Protagonistin, die sich im Verlauf der Story enorm weiterentwickelt und an den Aufgaben wächst. Ist sie zu Beginn noch sehr ängstlich, wird sie mit jeder Seite, die wir lesen, immer selbstbewusster und mutiger.
„Die Herrschaft der Masken“ bietet noch vieles mehr: Die Geschichte besitzt alles was ein spannendes Buch braucht: Loyalität und Freundschaft, Verrat und Ränkespiele, Folter, Politik, Prophezeihungen und gruselige Monster. Man weiß einfach nie genau, was als nächstes passiert!

fazitneuWenn es euch nach einem vielschichtigen Leseerlebnis mit einer zarten Liebesgeschichte, einer Geschichte über Freundschaft, Loyalität und Verrat verlangt – lest „Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken“! Mich hat dieses Buch einfach mitgerissen und ich will gar nicht warten, bis im November der zweite Teil „Elias & Laia – Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ erscheint.

 

viereinhanlherzen

[Buchvorstellung] „These Broken Stars“ von A. Kaufman & M. Spooner

 

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  • Titel: “These Broken Stars – Lilac und Tarver”
  • Autorinnen: Amie Kaufman und Meagan Spooner (Über die Autorinnen)
  • Genre: ScyFi, Romance
  • Seitenstärke: 496 Seiten
  • Preis: 19,99 € [D] -> Kaufen
  • Verlag: Carlsen-Verlag
  • Reihe:

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trennlinezitatneuEr weiß nicht, wer ich bin.
Einen langen Augenblick sehe ich ihn einfach nur an. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal mit jemandem geredet habe, der nicht wusste, wer ich bin.
(“These Broken Stars”, Seite 33)

klappentextneuEs ist nur eine flüchtige Begegnung, doch dieser Moment auf dem größten und luxuriösesten Raumschiff, das die Menschheit je gesehen hat, wird ihr Leben für immer verändern. Lilac ist das reichste Mädchen des Universums, Tarver ein gefeierter Kriegsheld aus einfachen Verhältnissen. Nichts könnte die Kluft zwischen ihnen überbrücken – außer dem Schiffbruch der angeblich so sicheren Icarus. Als das Unfassbare geschieht, müssen Lilac und Tarver auf einem fremden Planeten ums Überleben ringen. Zu zweit gegen die Unendlichkeit des Alls…
(Quelle: Carlsen Verlag)

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Auf „These Broken Stars“ war ich schon sehr gespannt, denn als dieses Buch bei mir einzog wurde förmlich mit einer Lobeshymne und einer „kleinen“ Fangirl-Attacke“ überfallen. Trotzdem war ich am Anfang etwas misstrauisch: Titanic im Weltall klang in meinen Ohren nach einer ungewöhnlichen Interpretation von einem Filmklassiker. Irgendwie war ich mir nicht sicher, ob mir das gefallen würde.

ABER ich liebe Sciences Fiction. Vor allem Serien wie zum Beispiel Stargate, Doctor Who oder seit Neuem auch The 100 (aber erst ab der 2. Staffel). Also musste ich „These Broken Stars“ von Amie Kaufman und Meagan Spooner einfach eine Chance geben.

Die Beschreibung „Titanic im Weltall“ passt tatsächlich, es gibt einige Parallelen zum oscarpremierten  Meisterwerk von James Cameron. Ein Junge aus einfachen Verhältnissen trifft ein Mädchen aus der Upper-Class an Board eines vermeintlich unsinkbaren Schiffes, der Unterschied ist hier, dass es sich bei der Icarus, um ein Raumschiff handelt und die beiden nicht übers mehr sondern durchs Weltall schippern. Sofort herrscht eine ganz bestimmte Chemie zwischen Tarver und Lilac, aber die gesellschaftliche Kluft zwischen den beiden scheint unüberwindbar. Bis die Icarus Schiffbruch erleidet und Tarver und Lilac als einzige Überlebende auf einem fremden und augenscheinlich verlassenen Planeten stranden. Die einzige Möglichkeit zu überleben, ist sich gemeinsam durchzuschlagen und auf baldige Rettung zu hoffen – denn irgendetwas stimmt ganz und gar nicht mit dem Planeten.

Die Figuren sind gut ausgearbeitet. Besonders Tarver, der sich als gefeierter Kriegsheld und eigentlich bescheidener Junge aus einfachen Verhältnissen an Board der Icarus denkbar deplatziert fühlt, hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Er ist loyal, ernsthaft und schafft es, (fast) nie die Kontrolle über jede noch so widrige Situation zu verlieren.
Damit Lilac benso zu mögen, habe ich mich bis zur Mitte des Buches hin etwas schwerer getan. Denn obwohl sie sich ihrem privilegierten Leben wohl bewusst ist, sie versucht aus ihrem goldenen Käfig auszubrechen und sich der Kontrolle ihres Vaters, dem reichsten Mann des Universums, zu entziehen, zeigt sie einige typische Zickenarten, die mich die Augen verdrehen ließen. Aber vielleicht macht auch gerade das den Reiz ihres Charakters aus, denn Lilac wächst innerhalb der Geschichte enorm an den Gefahren.

Die Story ließt sich sehr flüssig, obwohl sie abwechselnd aus Tarvers und Lilacs Sicht erzählt wird. Die Erzählungen gehen manchmal nahtlos in einander über oder überlappen sich in ihren Geschehnissen, was dazu beiträgt, dass sich der Leser gut in die Beziehung zwischen den Protagonisten einfühlen kann. Zwischen den einzelnen Kapiteln wird der Leser in kurze Zwischensequenzen entführt, die definitiv seine Aufgabe erfüllt und für tüchtig Spannung und Angst vor dem Ende sorgen.
Besonders die Beschreibung der Umgebung, des fremden Planeten und der Sterne sind richtig gut und ich bekam richtiges Fernweh nach dem Himmel! An manchen Stellen zieht sich die Geschichte jedoch etwas in die Länge, es gibt kleinere Phasen in denen nichts spannendes passiert. Doch danach nimmt „These Broken Stars“ immer wieder an Fahrt auf und dem Leser bleibt kaum noch Luft zum Atmen. Der Plottwist hat mich dann total umgehauen und so habe ich das letzte Drittel des Buches in einem Rutsch weggelesen, weil ich sooo verzweifelt auf ein Happy End gehofft habe und wissen wollte, wie die beiden Autorinnen Amie und Meagen mir dieses glückliche Ende für die liebgewonnenen Helden bescheren könnten – ob mein Happy End süchtiges Herz befriedigt wurde oder nicht, müsst ihr allerdings selbst lesen. 😉

Wer schon immer mal in die Weiten des Universums eintauchen und fremde Welten zwischen den Sternen erkunden wollte und auf tragisch-romantische Liebesgeschichten steht, sollte definitiv zu „These Broken Stars“ von Amie Kaufman und Meagan Spooner greifen!

fazitneu

„These Broken Stars“ ist eine romantische und spannende Geschichte á la Titanic trifft Weltraum-Thriller. Lilac und Tarver sind ein wundervolles Paar und die Geheimnisse des vermeintlich verlassenen Planeten schaffen gemeinsam ein tolles Leseerlebnis.

Vierherzen

 

[Hörbuchvorstellung] „The Bone Season – Die Träumerin“ von Samantha Shannon, gelesen von Laura Maire

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trennlinezitatneuWir sehen aus wie alle anderen. Manchmal verhalten wir uns auch wie alle anderen. In vielerlei Hinsicht sind wir wie alle anderen. Wir sind überall, in jeder Straße zu finden. Unsere Lebensweise könnte man als normal bezeichnen, solange man nicht zu genau hinsieht.

Nicht alle von uns wissen, was wir sind. Einige von uns sterben, ohne es jemals zu erfahren. Andere wissen es, und wir werden niemals erwischt. Aber wir sind dort draußen.(“The Bone Season – Die Träumerin”, Kapitel 1)

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Sie ist stark, sie ist schnell, und sie kann etwas, was sonst niemand kann: die Gedanken anderer auskundschaften. In einer Welt, in der Freiheit verachtet und Träume verboten sind, wächst die junge Paige zu einer Kämpferin heran. Doch dann wird sie erwischt und in eine geheime Stadt verschleppt, in der ein fremdes Volk herrscht, die Rephaim. Und wo sie Warden trifft, den jungen Rephait mit den goldenen Augen. Er ist das schönste und unheimlichste Wesen, das sie je gesehen hat. Seine Gedanken sind ihr ein Rätsel. Und ausgerechnet ihm soll Paige von nun an als Sklavin dienen…
(Quelle: Bloomsbury Berlin)

meinungneuSeit einiger Zeit  entdecke ich die Welt der Hörbücher für mich. Noch vor einem Jahr hätte ich jedes Hörbuch verschmäht, aber da ich mittlerweile zu beschäftigt bin, um jedes Buch, das ich lesen möchte auch zu lesen habe ich mich dazu entschieden, lesen zu lassen. Extra dafür habe ich mir ein audible-abo zugelegt. Der Probemonat hat mich überzeugt und jetzt lasse ich mir ein Buch nach dem anderen vorlesen – es ist sooo praktisch: Ich kann nebenher aufräumen, bügeln und endlich habe ich eine Lösung für das Problem aller Probleme gefunden. Kennt ihr das Gefühl, wenn man lesen will, aber zu müde zum lesen ist? Hörbücher sind dann eine tolle Alternative. 😀

„Die Träumerin“ bildet den Auftakt der „The Bone Season“-Saga, Band zwei trägt den Titel „Die Denkerfürsten“ und der dritte Band erscheint am 7. März in englischer Sprache „The Song Rising“. Geplant ist eine 7-teilige Reihe. Da Band 1 bereits 2013 erschien, Band 2 letztes Jahr herauskam und der dritte Teil nächstes Jahr folgt, nehme ich einfach mal an, dass die Bände von „The Bone Season“ alle zwei Jahre erscheinen und wir noch eine ganze Weile unsere Freude damit haben werden. 😉

Die Geschichte spielt im futuristischen London einer alternativen Welt, in der neben den Normalsterblichen Menschen, ohne magische Gaben (Amaurotiker genannt) auch sogenannte Widernatürliche existieren. Die Widernatürlichen, die sich selbst Seher nennen, haben die Fähigkeit auf verschiedenste Weise mit der Welt der Geister, dem Äther, zu kommunizieren. Doch die Regierung, die sogenannte Zitadelle, verbietet die Wiedernatürlichkeit und macht Jagd auf die Seher, die die in ihre Fänge geraten, werden nie mehr gesehen
Die Welt der „Träumerin“ ist sehr komplex und es dauert eine Weile bis man sich als Leser zurechtfindet und versteht welche Seherkaste welche Fähigkeiten hat und bis man zumindest ansatzweise die Strukturen der Organisationen versteht. Die Informationen über all das sind verstreut und werden immer wieder wie „nebenbei“ erwähnt. Das macht es als Leser, bzw als Hörer, zu Beginn etwas schwierig alle Handlungen zu verstehen. Aber wenn man erst mal in der Geschichte drin ist und verstanden hat, wie diese Welt funktioniert, ist die Welt von Amaurotikern und Sehern extrem komplex und ebenso spannend.

In dieser Welt lebt die 19-Jährige Paige Mahoney. Sie ist Mitglied des Syndikats, einer verbrecherische Untergrundorganisation von Sehern. Sie ist eine ganz besondere Art von Seherin: als Traumwandlerin hat sie Fähigkeit, in die Bewusstsein von anderen Menschen einzutauchen und zu erkennen, was diese Menschen begehren oder fürchten.
Als Ganovenbraut nutzt sie ihre Gabe im Dienst des Denkerfürsten (eine Art Seher-Maffia-Pate) Jaxon Hill. Verborgen vor den Augen des Syndikates betreibt sie in seinem Namen allerlei illegale Machenschaften – bis sie eines Tags vom Syndikat geschnappt und nach Sh0oel 1, einem geheimen Ort der von den mysteriösen Rephaim verschleppt wird. Diese Wesen sind nicht menschlich und halten die Seher wie Slaven, Paige wird die Dienerin des Wächters. Doch die junge Heldin rebelliert und lässt sich nicht kampflos von ihrem neuen Meister brechen. Sie setzt alles daran, den Rephaim irgendwie zu entkommen und zurück nach London zu ghen.
Paige ist eine beeindruckende und mitreißende Figur, vielschichtig und geheimnisvoll. Im Verlauf der Geschichte lernt man sie immer besser kennen und fühlt richtig mit ihr, vor allem dank einiger Rückblicke in Paiges Vergangenheit.

Laura Maire ist eine meiner Lieblingshörbuchsprecherinnen. Ihre Stimme kennt man zum Beispiel aus dem Hörbuch zu Renee Ahdiehs „Zorn und Morgenröte“ oder den „Divergent“-Hörbüchern.
Sie verleiht Paige eine Stimme, die es superangenehm macht dem Hörbuch zu lauschen. Auch passt sie einfach sehr gut zu Paige, wie ich sie mir vorstelle.
Außerdem schafft Laura Maire es, den andere Figuren eine ganz eigene Stimme zu geben, ohne dass es zu gewollt oder irgendwie albern klingt. In meinem Kopf klingt Paige einfach nach Laura Maire – deshalb werde ich mir auf jeden Fall auch den zweiten Teil noch als Hörbuch kaufen. Und die Bücher möchte ich auch so gerne im Regal stehen haben … 😀

fazitneuIch war sehr überrascht von „The Bone Season – Die Träumerin“, eigentlich habe ich ein typisches Jugendbuch erwartet. Aber diese Geschichte ist erwachsener, komplexer und ein bisschen schonungsloser als ein normales fantastisches Jugendbuch – was mich total begeisterte! Endlich habe ich mal ein Urban-Fantasybuch entdeckt, dass für junge Erwachsene gemach ist, entdeckt!

viereinhanlherzen

[Buchvorstellung] „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ von Emily K. Johnston

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  • Titel: “Tausend Nächte aus Sand und Feuer”
  • AutorIn: Emily Kate Johnston (Über die Autorin)
  • Genre: Märchenadaption, Young Adult
  • Seitenstärke: 360 Seiten
  • Preis: 16,99 € [D] -> Kaufen
  • Verlag: cbt-Verlag

trennlinezitatneuLo-Melkhiins Leibwächter schloss seine Hand um meinen Arm und ich folgte ihm bereitwillig zu den Pferden. Das Gesicht des Mannes war von einem Sandschal bedeckt, aber seine Augen verrieten ihn Er wollte genauso wenig hier sein wie ich, und doch erfüllte er seine Pflicht, so wie ich es auch tat.
(“Tausend Nächste aus Sand und Feuer”, Seite 25)

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Lo-Melkhinn hat schon dreihundert Mädchen auf dem Gewissen, bevor er in ihr Dorf kommt, um sich eine neue Braut zu suchen. Als sie die Staubwolke am Horizont sieht, weiß sie, dass er das hübscheste Mädchen im Dorf mitnehmen wird: ihre Schwester. Aber das wird sie nicht zulassen. Stattdessen kehrt sie selbst mit dem geheimnisvollen Wüstenherrscher in seinen Palast zurück. Der Tod scheint ihr sicher, doch am nächsten Morgen ist sie immer noch am Leben. Von nun an erzählt sie Lo-Melkhinn jede Nacht eine neue Geschichte und jeden Morgen erwacht sie mit einem magischen Funken in sich, der von Tag zu Tag mächtiger wird …
(Quelle: cbt-Verlag)

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Beantworten wir doch zuerst einmal die Frage aller Fragen: Sind „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ von Emiliy Kate Johnston und „Zorn und Morgenröte“ von Renee Ahdien buchige Zwillinge? Für mich ist die Antwort ganz klar: Nein! Denn obwohl beide Bücher das selbe orientalische Märchen zum Vorbild haben, entwickeln sich beide Geschichten in verschiedene Richtungen und definieren sich durch unterschiedliche Schreibstile.

„Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ ist eine Neuerzählung des Märchens auf dem sämtliche orientalischen Geschichten basieren: Ein mächtiger Mann heiratet immer wieder junge Mädchen und tötet seine frisch angetrauten Gattinnen noch in der Hochzeitsnacht, eine seiner Ehefrauen jedoch, beginnt ihm eine Geschichte zu erzählen – jede Nacht ein weiteres Stück – und überlebt so die berühmten 1001 Nächte. Die Geschichten, die die junge Frau erzählt, kennen wir: Aladin und die Wunderlampe, Kalif Storch, Ali Baba und die vierzig Räuber und viele mehr.

Die Protagonistin erzählt uns ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive – trotzdem erfahren wie nie ihren Namen. Das ist eine sehr interessante stilistische Methode, es war sicher nicht einfach, ein ganzes Buch zu schreiben OHNE die Heldin oder eine andere Figur namentlich zu nennen. Auch die anderen Figuren tragen keine Namen (außer vielleicht Lo-Melkhiin – wobei ich nicht sicher bin, ob dies vielleicht ein Adelstitel ist). Die Autorin beschränkt sich auf Beschreibungen wie „meine Schwester“, „meine Mutter“ oder „der Bruder meiner Schwester“. Auf mich wirkte dieser geheimnisvolle Aspekt von „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ sehr „märchenartig“, schließlich erfährt man in den meisten Märchen nicht, wie die Prinzessin heißt. Der entscheidende Unterschied ist, dass die namenlose Prinzessin ihr Märchen aus ihrem Blickwinkel erzählt. Allerdings fiel es mir als Leser zugleich auch etwas schwer, die Heldin zu greifen. Obwohl man so viel über ihren Charakter erfährt, bleibt ihr Name ein Geheimnis und es ist eigenartig, eine Figur auf ihrem Abenteuer zu begleiten, ohne ihren Namen zu kennen.

Der Schreibstil ist sehr poetisch, irgendwie magisch. Manchmal verliert sich die Geschichte etwas in weitschweifigen Erzählungen und Beschreibungen, findet aber immer wieder recht elegant den Weg zurück zur Handlung. Der ungewöhnliche Stil sagt vielleicht nicht jedem zu, und man muss sich als Leser etwas darauf einlassen, um „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ so genießen zu können, wie diese Geschichte es verdient hat.

Ein weiterer großer Unterschied zu „Zorn und Morgenröte“ ist die Interpretation der Liebesgeschichte. Während in Renee Ahdiens Version von 1001 Nacht eine gewisse romanische Annährung zwischen der Protagonistin und ihrem mörderischen Ehemann stattfindet, entwickelt sich hier zwischen unserer Heldin und Lo-Melkhiin mehr eine Art gegenseitiger Respekt, als romantische Liebe. Ich als alte Romantikerin hätte mir für das Ende vielleicht ein kleines bisschen mehr gewünscht.

Nichtsdestotrotz war „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ ein absolut grandioses Leseerlebnis, die Geschichte ist spannend und poetisch, geheimnisvoll und irgendwie fremd. Ich hoffe sehr, dass wir bald auch Emily Kate Johnstons „Spindle“ lesen können.

fazitneu„Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ ist eine wundervolle und sehr ungewöhnliche Adaption der berühmten Geschichte aus Tausendundeiner Nacht und wenn ihr orientalische Märchen  und/oder geheimnisvolle Geschichten, die nicht alles über sich preisgeben liebt, ist dieses Buch sicher euer Fall.

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